Rugin zum Gruße! Mein Name ist Uthrej Frensson, aus der Sippe der Frenssons. Mittlerweile bin ich wohl fast 27 Lenze alt, zumindest wenn mein Vater Karl Frensson mir dir Wahrheit über den Zeitpunkt meiner Geburt erzählt hat. Meine Mutter Askania Frensson starb ungefähr 2 Jahreswenden nach meiner Geburt am Fieber.
Ich war und bin das einzige Kind meiner Eltern. Aber lass mich nun ersteinmal etwas über meine Sippe erzählen. Wir Frenssons sind eine altehrwürdige Sippe, die schon seit vielen Generationen besteht und dem Holzfällerhandwerk nachgeht. Dabei ist es Tradition, dass die Väter die Söhne in die Lehre nehmen und ihnen das Handwerk beibringen.
Da ich der einzige Sohn war und mein Vater mangels Weib wohl Langeweile hatte, verstand er es wohl als seine Pflicht mich sehr ausgiebig in diesem Handwerk zu Schulen. Ich erinnere mich an Tage, an denen ich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang nichts anderes gemacht habe als Bäume zu fällen, ihnen die Äste abzuhacken und die Stämme schließlich zu Scheiten zu spalten und zum Trocknen aufzuschichten. Das alles begann im Alter von 6 Lenzen.
Wenn ich aber zurück blicke, bin ich meinem Vater dankbar für die vielen Lektionen, denn die viele Arbeit hat mich hart gemacht. Und Härte braucht man wenn man im Schneegrenztal überleben will. Ebenfalls einer alten Tradition folgend, hierbei aber der des Clans, habe ich schon früh damit begonnen den Kampf mit dem Schwert, der Axt und dem Schild zu lernen. Kämpfe mit verfeindeten Clans, oder auch einfach nur die Jagd nach Fleisch, haben dazu geführt, dass die Männer in unserem Clan robuste Kämpfer geworden sind.
Mein Vater starb als ich ungefähr 15 Lenze alt war und somit führte ich die Tradition meiner Sippe fort und war innerhalb des Clans dafür zuständig, das immer genug Brenn- und Bauholz zur Verfügung stand.
Was ich in all der Zeit bisher nicht gelernt habe, weil ich es bisher nicht brauchte, ist Lesen und Schreiben. Vielleicht ergibt sich hierzu einmal die Möglichkeit, denn es verärgert mich zutiefst, in den alten Schriften nicht lesen zu können, glaube ich doch demütig an Rugin und würde gern noch mehr über ihn erfahren.
In den letzten Jahren stellte Rugin uns alle auf harte Proben und es wurden Männer ausgesandt, um Erkundungen einzuholen und nach neuem Vieh zu suchen. Von Zeit zu Zeit schließe ich mich ihnen an um unserem Clan zu helfen. Vielleicht finde ich auf unseren Reisen ja auch neue Wege um den Holzan- und abbau in unseren kalten Gefilden ergiebiger zu gestalten.
Nach ein paar Reisen die ich gemacht habe und einigen Abenteuern, die ich zusammen mit meinen Clanbrüdern bestanden habe, muss ich aber gestehen, dass ich im wahrsten Sinne des Wortes Blut geleckt habe und das Leben als Kämpfer, Säufer und Abenteurer genau das ist, was Rugin mir wohl zugedacht hat. Aber ich werde nicht mit meiner Sippe brechen. Ich werde weiterhin Holzfäller bleiben. Ab und an fällt man dann halt mal einen Menschen...